Link: TAZ vom 10.3.2008

http://www.taz.de/1/leben/film/artikel/1/das-ist-doch-kein-kampf-mehr/?src=AR&cHash=2339be1a1c

Link: Verdi Publik 3/2008

http://publik.verdi.de/2008/ausgabe_03/leben/kulturbeutel/seite_20-21/A2

Link: Freitag vom 9.5.2008

http://www.freitag.de/2008/19/08191702.php

Filmbesprechung: "Es geht nicht nur um unsere Haut"
Montag, 14. Januar 2008 / Arbeit und Zukunft

Der Streik der Belegschaft des Bosch-Siemens-Hausgerätewerks in Berlin gegen die Schließung
BRD,2007 (81 min.)

Selten habe ich eine Dokumentation gesehen, die mich so gefesselt, ja geradezu elektrisiert hat. Dokumentationen sind ja selten spannend. Das ist bei diesem Film anders. Hier wird der Arbeitskampf gegen die geplante Schließung des Bosch-Siemens-Hausgeräte-Werks in Berlin-Spandau begleitet. Der Film zeigt Ausschnitte aus Betriebsversammlungen und Protestaktionen, vom Streik, vom „Marsch der Solidarität“. Immer wieder kommen die Kolleginnen und Kollegen selbst zu Wort. Und das macht den Film so spannend, für alle die heute in der Arbeiterklasse kämpfen, die sich mit ihr beschäftigen, die sich auf sie stützen wollen. Hier sieht man die Stärken aber auch die Schwächen dieser Klasse offen. Da kämpft z.B. der türkische Betriebsratsvorsitzende für „den Erhalt aller deutschen Arbeitsplätze“. Oder die Kollegen eines Tochterunternehmens von Bosch-Siemens-Hausgeräte in den neuen Bundesländern verweigern jede Solidarität. Die Kollegen aus Berlin sind enttäuscht, erfahren dann aber von einem Betriebsrat dieses Werkes, dass die Kollegen dort für knapp über 5 Euro die Stunde arbeiten müssen, ohne je Solidarität von den besser verdienenden Kollegen im Westen erfahren zu haben, und dass sie Angst um ihre Arbeitsplätze haben. Ein Kollege vom Bosch-Siemens-Hausgeräte Berlin-Spandau meint kurz darauf im Film: „Solidarität ist keine Einbahnstraße“. Richtig! Mit dem Kampf entwickelt sich das Bewusstsein und verändert sich. Das kann man voll Spannung in dem Film mitverfolgen. Immer wieder gibt es in dem Arbeitskampf Konflikte zwischen Kollegen, die kompromisslos kämpfen wollen und beginnen, ihre Kraft zu erkennen, und denen, die Angst vor einer Zuspitzung haben.
Natürlich ist ein Streik eine besondere Situation und insofern kein Maßstab für das Bewusstsein der Arbeiterklasse insgesamt. Wer sich aber mit dem Bewusstsein der Arbeiterklasse in diesem Land beschäftigen will, der sollte diesen Film in sein Pflichtprogramm aufnehmen und ihn unbedingt anschauen. Man kann eine Menge lernen.

Neue Rheinische Zeitung, 12/2007

„Es geht nicht nur um unsere Haut“. Spannend wie ein Krimi dokumentiert er den erbitterten Kampf der Beschäftigten um die Erhaltung ihrer Arbeitsplätze im Bosch-Siemens-Hausgerätewerk in Berlin-Spandau. Er bietet ein einzigartiges Beispiel dafür, wie Menschen in bundesweiter Solidarität Widerstand gestalten können und den Weg aus der Verzweiflung zum aktiven Widerstand gehen.

Link: http://www.jungewelt.de/2008/01-15/002.php